Beiträge zu Fastenzeit und Ostern 2026

Über den Sinn des Fastens und des Betrachtens des Kreuzwegs

habe ich folgende beide Artikel entdeckt. Sie beleuchten den geschichtlichen und geistlichen Hintergrund.

In: Spirituelle Atempausen, Thomas Dienberg, Bibelwerk

Werner Meuer, Pfr.

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Fasttage / Fastenzeit

Herkunft und Geschichte

Das Fasten ist eine Praxis, die sich in allen Religionen und vielen Kulturen finden lässt. Das Christentum hat das Fasten aus der jüdischen Tradition und der griechisch-römischen Welt übernommen. Im Alten Testament ist von verschiedenen Fastenpraktiken die Rede, aber es gibt nur einen für alle vorgeschriebenen Festtag: der Tag des Versöhnungsfestes, Jom Kippur. Auch in der Vorbereitung von kultischen Handlungen oder in der Einstimmung auf große Feste sowie in Notsituationen wurde zum Fasten aufgerufen. Jesus lebte ganz in der jüdischen Tradition mit ihren Fastenpraktiken. Er zog sich sogar für eine gewisse Zeit in die Wüste zum Beten und Fasten zurück. Im Neuen Testament ist von der Trias des Fastens, Betens und Almosengebens die Rede. Diese drei gehören zueinander und sind gemeinsam drei sehr wichtige Teile einer gelebten Askese oder auch einer christlichen Lebenskunst. In der Apostelgeschichte wird davon berichtet, dass die gesamte Gemeinde vor der Aussendung des Paulus und des Barnabas fastete. Frühe christliche Praktiken bezeugen ein gemeinsames Fasten auch vor der Taufe. Somit ist die Fastenpraxis weniger eine individuelle Sache als vielmehr ein gemeinsames Tun der gesamten Gemeinde, und das Fasten steht oftmals auch im Zusammenhangmit liturgischen Feiern. Für das Mönchtum in der ägyptischen Wüste war das Fasten Teil des Kampfes mit den Dämonen und Lastern, die den Menschen von der Nachfolge Jesu abhalten wollen.

In der frühen Kirche wurde das Fasten mit der Erinnerung an die Passion und den Kreuzestod Jesu in Verbindung gebracht, vor allem am Freitag. Bis zum Ende des 3.Jahrhunderts entwickelte sich eine Fastenpraxis in mehreren Schritten von 40 Tagen als Vorbereitung auf das Osterfest. In der Benediktsregel wird den Mönchen vorgeschrieben, jeweils am Mittwoch und am Freitag bis zur neunten Stunde, also bis 15 Uhr, zu fasten, es sei denn, sie haben Feldarbeit zu verrichten. Dann fällt das Fasten aus. Auch hier wird deutlich, dass es nicht um asketische Höchstleistungen geht, sondern um das Gedenken der Passion und des Todes Jesu. Es ist ein geistliches Tun. Das Fasten hilft der Erinnerung und der Einstimmung/Vorbereitung. In der Fastenzeit selbst gibt es in der Benediktsregel andere Bestimmungen, und es wird vor allem eine intensivere Lesung der Heiligen Schrift vorgesehen, also eine intensivere Verbindung mit der Quelle des Glaubens, der Bibel. Es ging um die Vorbereitung auf das Osterfest. In der Kirche generell wurde es im Mittelalter zum Brauch, dass in der Fastenzeit weder Fleisch gegessen noch Wein getrunken werden durfte. Im Fasten geht es also um eine Übung, die bereiten will, die den Fokus wieder auf das Wesentliche im Leben lenken möchte. Das geht nur mit einem gesunden Maß, mit einer hohen Aufmerksamkeit dem Leib gegenüber und in der Verbindung mit dem Gebet und dem Dienst am Nächsten.

Die Übung

Da der Verzicht auf Nahrung oder die Einschränkung von Nahrung mehr Sinn macht, wenn man es in einer Gruppe und dann auch für mehrere Tage praktiziert, schlage ich Dir an dieser Stelle ein Fasten in einem erweiterten Sinn vor: Verzichte für einen ganzen Tag auf das Telefon und das Internet. Lebe die Abstinenz von der digitalen Welt, um die Wirklichkeit wieder so zu sehen, wie sie ist – und lebe im Hier und Jetzt, indem Du wieder einmal ein Buch zur Hand nimmst, indem Du bewusst betest oder in die Stille gehst oder in die Natur. Nimm auf diese Art und Weise auch wieder wahr, was die Menschen um Dich herum brauchen, was ihnen fehlt, und wo Du ihnen helfen kannst.

Was bringt es mir?

Der Verzicht auf Essen und Trinken und auch der Verzicht auf die digitale Welt für eine bestimmte Zeit helfen dabei, den Blick wieder zu fokussieren. Es hilft Dir, zu erkennen, was wirklich wichtig ist - und wie oft Du Dich vielleicht auch von unwesentlichen Dingen ablenken lässt und die Zeit im wahrsten Sinne des Wortes verplemperst.

 

 

Der Kreuzweg

Herkunft und Geschichte

Mit „Kreuzweg“ (via crucis) wird auf der einen Seite der nachgestaltete Leidensweg auf der Via Dolorosa in der Altstadt von Jerusalem bezeichnet, auf der anderen Seite aber auch eine konkrete Andachtsform. Der Kreuzweg als Andachtsform, so wie er heute bekannt ist und gebetet wird, entwickelte sich langsam im Mittelalter heraus. Der Mensch Jesus von Nazareth löste im 11./12.Jahrhundert mehr und mehr Faszination aus. Bewegungen entstanden, die sich, wie er als Pilger und Fremdlinge verstanden. Sie zogen von Ort zu Ort und wollten arm leben. Der menschgewordene Gottessohn, vor allem auch mit seinem Leidensweg und Tod, rückte in den Mittelpunkt. Er wurde als der entdeckt, der wie viele Menschen gelitten hat, beargwöhnt, verfolgt und getötet wurde. Insbesondere in der franziskanischen Bewegung entwickelte sich eine Passionsfrömmigkeit, die für das späte Mittelalter eine der bestimmenden Frömmigkeitsrichtungen wurde. Zu Beginn seiner Ordensregel schrieb Franziskus, dass das Leben der Brüder darin besteht, dem armen und gekreuzigten Jesus nachzufolgen. Unter seinen wenigen Schriften gibt es einen Passionspsalter. Zwei Jahre vor seinem Tod brennen sich die Wundmale Jesu in seinem Körper ein - eine manifestierte Passionsfrömmigkeit. So nimmt es auch nicht Wunder, dass in der Folgezeit das Leiden, der Tod und das Kreuz in der Frömmigkeit der franziskanischen Bewegung einen großen Raum einnahmen. Die Franziskaner wurde im 14.Jahrhundert zu den Wächtern der sogenannten Kustodie des Heiligen Landes bestimmt. Sie waren für diese heiligen Orte verantwortlich und entwickelten verschieden Frömmigkeitsformen, die Kreise zogen; so auch die Prozessionen auf dem Leidensweg Jesu, auf der Via Dolorosa. Da es jedoch den meisten Menschen in der damaligen Zeit nicht vergönnt war, ins Heilige Land zu pilgern, um die Stationen des Lebens Jesu zu sehe, entwickelte sich in verschiedenen Phasen der Kreuzweg als Andachtsform. Man gedachte des Leidens Jesu und stellte dieses mit Bildern oder auch Skulpturen nach. Stationen des Lebens und Leidens Jesu wurde kopiert, so der angebliche Ort, an dem Jesu verurteilt wurde, nämlich die Burg Antonia. Oder auch der Kalvarienberg, der Orte seines Sterbens. Weitere Stationen wurde im Laufe der Zeit ergänzt. Im 17.Jahrhundert wurden dann zum ersten Mal die vierzehn Stationen gebeten, die es auch heute noch in der Kreuzwegsandacht gibt. Diese Stationen wurden in den Kirchen in Form von Holzkreuzen aufgehängt, oft mit bildlichen oder plastischen Darstellungen. Auch in der Natur oder auf Friedhöfen lassen sich inzwischen Kreuzwege finden. Die fünfzehnte Station, die es heute oft noch gibt, hat die Auferstehung Jesu zum Thema.

Die Übung

Suche Dir eine Kirche, in der ein Kreuzweg hängt. Beginne Deine Andacht mit einem Kreuzzeichen. Gehe langsam von Station zu Station. Betrachte die Kreuze, die Darstellungen und lass sie auf Dich wirken. Versuche Dich in die Szenen hineinzufühlen und zu denken. Der leidende Gottessohn wird zum Symbol des leidenden Menschen. Vielleicht kannst Du auch das Gotteslob hinzunehmen und den dort vorgeschlagenen Kreuzweg beten. Am Ende bezeichne Dich wieder in dem Kreuzzeichen. Sage Gott Dank für die halbe Stunde und bitte ihn um die Kraft, die Kreuze in Deinem Leben (Krisen, Krankheit, Verlust, Tod) zu tragen.

Was bringt es mir?

Das Leben besteht aus Glücksmomenten, aber auch aus Krisen und Situationen des Scheiterns. All das hat im Kreuzweg seinen Platz. Die Betrachtung des Kreuzweges Jesu hilft Dir dabei, dass Du nicht die Augen verschließt vor dem Leiden in Deinem Leben und dem Leiden in der Welt. Es gehört zum Leben dazu. Der Kreuzweg hilft Dir, das anzunehmen und gleichzeitig dich gegen das Leid in der Welt einzusetzen, wie auch Jesus es getan hat.

Die Liturgie der Heiligen Woche / Karwoche / Ostern

Die Liturgie der Heiligen Woche, der Karwoche, beginnt mit der Feier des Palmsonntags! Zunächst hören wir das Evangelium des Palmsonntags, in diesem Jahr nach dem Evangelisten Markus. Danach segnen wir die Palmzweige. Die geweihten Zweige erinnern an das öffentliche Bekenntnis zu Jesus Christus, der die Gläubigen an allen Tagen des Jahres mit seinem Segen begleitet. Die Leidensgeschichte wird das erste Mal verkündet, in diesem Jahr 2024 aus dem Markus-Evangelium. An den drei österlichen Tagen, die mit der feierlichen Vesper am Ostersonntag schließen, wird die Mitte und der Höhepunkt des christlichen Glaubens gefeiert. In den fünfzig Stunden zwischen der Gründonnerstagsliturgie und der Auferstehungsfeier ereignet sich die gesamte Heilsgeschichte.

Die Messe vom letzten Abendmahl am Gründonnerstag verbindet die Einsetzung der Eucharistie und die Fußwaschung, also den Dienst an den Geringsten, untrennbar miteinander. Die Feier geht in eine spannungsgeladene Stille über, die Nacht ist dem Wachen und Beten vorbehalten. Zeichen für die Entäußerung Jesu ist das Abdecken des Altars in der Kirche. Das Schweigen der Glocken und der Orgel steht für das Innehalten und die Unterbrechung des Alltäglichen.

Der Karfreitag ist nicht nur der Tag des Schweigens vor dem Unfassbaren, es ist auch der Tag, an dem die Gläubigen in der Karfreitagsliturgie das Kreuz verehren und hörend die Johannespassion mit vollziehen und in den Großen Fürbitten die Anliegen von Kirche und Welt vor Gott tragen. Die Passion Jesu am Kreuz ist nicht nur ein geschichtliches Datum damals, sondern ereignet sich bis heute, aktuell besonders in den menschenverachtenden Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten.

Am Karsamstag gilt es, den Tod Jesu und die Grabesruhe auszuhalten. Die Worte vom Verrat durch Judas, von der dreimaligen Verleugnung und der bitteren Reue durch Petrus und von den letzten Worten Jesu am Kreuz hallen nach.

In der Liturgie der langen Nacht des Wachens und Betens begehen wir das Geheimnis von Tod und Auferstehung, von der Erlösung und Befreiung der Menschen in ergreifenden Riten. Das Feuer in der Nacht und das Hineintragen der Osterkerze in die dunkle Kirche stehen sinnbildlich für Christus, das Licht der Welt; das Wasser der Taufe für das neue Leben, das uns durch seine Auferstehung geschenkt ist. Im Exsultet, dem Osterlob heißt es: 'O glückliche Schuld, welch großen Erlöser hast du gefunden'. In keinem anderen Gottesdienst im Kirchenjahr werden der Tod des eigenen Lebens und die unbedingte Zusage Gottes nach Erlösung so ergreifend nahe gebracht. Die Eucharistiefeier ist der Höhepunkt der Osternacht.

Am Ostersonntag feiert die Kirche die Freude über die Auferstehung in frohen Gottesdiensten, der Papst spendet den Gläubigen den Segen „Urbi et orbi“, für die Stadt Rom und den ganzen Erdkreis. Der ganzen Welt öffnet sich das Ostergeschehen am Ostermontag: Im Emmausevangelium wird von der Erfahrung des Auferstandenen im Leben der Menschen gekündet. Fünfzig Tage, bis Pfingsten, feiert die Kirche die Auferstehung Jesu Christi wie einen einzigen Festtag.             

Feier der Osternacht in unserer Pfarrei: Zugesagt – und Neues wagen

„Umkehren, neu denken, Neues wagen“, so die eindringlichen Worte unseres Bischofs im diesjährigen Hirtenbrief. Er verweist uns auf die Situation zur Zeit Jesu und erinnert daran, dass auch damals die Menschen von der Botschaft Gottes schwer zu erreichen waren. Und doch, so Bischof Georg Bätzing, galt damals und gilt heute, salopp gesagt: Das Glas ist halb voll und nicht halb leer.

Das haben wir uns zu Herzen genommen, als es darum ging, auf die zunehmend weniger Gottesdienstbesucher sowie die weniger werdenden Priester und Pastoralen Mitarbeiter zu reagieren – und dies ganz konkret, als es um die Planung und Ermöglichung der Osternacht 2026 in unserer Pfarrei ging. Pastoralteam, Liturgieausschuss und Pfarrgemeinderat gingen in die Beratung.

Weniger Priester und weniger Gottesdienstbesucher bedeutet, dass Osternachtfeiern nicht mehr in jedem Kirchort unserer Pfarrei zugesagt werden können und müssen. Eine Entwicklung, auf die wir uns seit vielen Jahren zunehmend vorbereiten.

Was also tun? Konkret im Jahr 2026?

Kräfte bündeln, daraus Neues schaffen und neue Beziehungen möglich machen, dies waren unsere Leitgedanken. Gleichwohl war die Entscheidung, die letztlich im PGR getroffen wurde, nur nach schwieriger Diskussion möglich, verlangt von Einigen viel ab und hinterlässt offene Fragen.

Vereinbart ist nun: Die Osternacht 2026 werden wir gemeinsam in den Kirchen St. Marien, Herz Jesu, Heilig Kreuz und St. Bonifatius feiern.

Neu ist: Die Kirchorte St. Johannes und Herz Jesu werden die Osternacht gemeinsam vorbereiten und in der Kirche Herz Jesu feiern. D.h., dass in St. Johannes in diesem Jahr keine Osternachtfeier in der Kirche stattfindet, sondern diese gemeinsam mit Herz Jesu gefeiert wird. Für die Zukunft ist eine Rotation vorgesehen, d.h., dass in der Dreiergruppe Herz Jesu, St. Johannes und Heilig Kreuz jeweils die Feier der Osternacht mit einem der anderen beiden Kirchorte gemeinsam gefeiert wird.

Osternacht-Community – das war ein Stichwort, das uns bei den Überlegungen in den Sinn kam. Ein gutes Wort, so meinen wir.

Es gibt den Menschen unserer Pfarrei dadurch eine gute Gelegenheit, sich noch besser kennenzulernen im gemeinsamen Feiern der wichtigsten Nacht unseres Glaubens; die Ministranten werden ebenfalls gemeinsam ihren Dienst ausüben können, die Agape-Feiern kommen ihrer Bedeutung näher, die liturgischen Dienste und die Musik werden gemeinsam geplant; und nicht zuletzt kann auf diese Weise die Arbeit, die die Vorbereitung der Gottesdienste und Feiern erfordert, auf mehr Schultern verteilt werden.  

Das erfordert eine gute Zusammenarbeit, kein „wir sind auf Besuch“, kein „Ihr dürft dabei sein“, sondern „Wir machen das zusammen“!

Die erforderlichen Vorbereitungstreffen der Gruppen und Verantwortlichen finden statt, bzw. haben stattgefunden.

Um wieder auf den Hirtenbrief zurückzukommen: Bischof Bätzing zitiert den französischen Kardinal Jean-Marc Aveline: „`Wir haben zwar die Eingangstür zur Kirche offengehalten, aber viele sind durch das Fenster gekommen´. Wie gut, dass der Geist Gottes weht, wo er will (Joh. 3,8)“.

Anne Kossatz (PM) -  Silvia Scheu (Vors. Lit. Ausschuss) -  Anita Söder (stellv. PGR Vorsitzende)

„Zugesagt“ – Ein Wort, das hält

„Ja, ich bin dabei!“ Ein kurzes Wort, eine schnelle Nachricht – und doch verändert eine Zusage alles. Wer „zugesagt“ hat, verpflichtet sich. In unserer schnelllebigen Zeit, in der wir uns gerne alle Hintertüren offenhalten („Vielleicht komme ich nach“), ist eine echte Zusage wertvoll geworden.

Im christlichen Kontext beginnt das Thema „Zusage“ nicht bei uns, sondern bei Gott. Die Heilige Schrift ist eine einzige Kette von Zusagen. Das markanteste Beispiel ist Maria: Ihr „Mir geschehe, wie du es gesagt hast“ war die Antwort auf die wohl weitreichendste Zusage der Weltgeschichte.

Gott sagt uns in der Taufe bedingungslos zu: „Du bist mein geliebtes Kind.“ Diese Zusage wackelt nicht, sie muss nicht verdient werden und sie hat kein Verfallsdatum. Sie ist das Fundament, auf dem wir stehen, selbst wenn unser eigenes Leben ins Wanken gerät.

Der Begriff „zugesagt“ bekommt im Kontext von Ostern eine besondere Tiefe. Ostern ist nicht nur die Erinnerung an ein vergangenes Ereignis, sondern das Fest einer Zusage Gottes an den Menschen. In der Auferstehung Jesu sagt Gott dem Leben endgültig Ja – stärker als Tod, Schuld und Hoffnungslosigkeit. Was Jesus verkündet und gelebt hat, wird an Ostern bestätigt: dass Gottes Liebe trägt, auch dort, wo menschlich gesehen alles verloren scheint. Der Mensch ist Gott nicht gleichgültig. Erlösung, Vergebung und neues Leben sind zugesagt, nicht verdient, nicht erarbeitet.

Doch „zugesagt“ hat auch eine zutiefst menschliche Seite. Wenn wir uns in der Gemeinde engagieren, als Paten bereitstehen oder einfach nur einem Nachbarn Hilfe versprechen, schenken wir Verlässlichkeit. In der Gemeinschaft der Kirche erfahren wir: Wo Menschen einander etwas zusagen – und dazu stehen -, entsteht ein Raum, in dem Gottes Geist wirken kann.

Vielleicht ist das die Einladung für die Osterzeit: Wo wartet jemand auf meine Zusage? Und wo darf ich mich wieder ganz neu auf die Zusage verlassen, die Gott mir längst gegeben hat?

Wir sind nicht allein unterwegs. Uns ist etwas versprochen worden – und darauf dürfen wir uns verlassen.

 

Der Ortsausschuss St. Marien wünscht ein gesegnetes Osterfest!

 

Das Sprecherteam:

Heike Krimmel / Dr. Michaela Schulze / Michaela Walter / Monika Weyand

 

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