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Katharina Kasper wird die erste Heilige des Bistums Limburg

Katharina Kasper wird die erste  Heilige des Bistums Limburg
Katharina Kasper wird die erste  Heilige des Bistums Limburg

Liebe Mitchristen,

am Sonntag vor dem Pfingstfest 2018 wurde in Rom durch Papst Franziskus bekannt, dass am 14. Oktober 2018 Katharina Kasper (1820 - 1898), Papst Paul VI (1897 - 1978) und Oscar Arnulfo Romero, Erzbischof von San Salvador (1917 - 1980) heilig gesprochen werden.

Katharina Kasper, Gründerin der Dernbacher Schwestern, wird die erste Heilige des Bistums Limburg sein. Zu diesem freudigen Ereignis schreibt das Bistum Limburg:

 

Katharina Kasper wird am Sonntag, 14. Oktober 2018, in Rom heiliggesprochen. Dies hat der Vatikan am Samstag, 19. Mai, bekannt gegeben. Diese Nachricht ist im Bistum Limburg und bei den Dernbacher Schwestern mit großer Freude aufgenommen worden. „Die Heiligsprechung von Katharina Kasper ist für unser Bistum und für die Armen Dienstmägde Jesu Christi ein einmaliges Ereignis, das wir gemeinsam gebührend feiern werden“, erklärte Bischof Dr. Georg Bätzing. Die Diözese plane zusammen mit den Schwestern unter anderem eine große Wallfahrt zur Heiligsprechung. „Mit großer Freude und in tiefer Dankbarkeit haben wir hier in Dernbach und auch weltweit, wo unsere Schwestern tätig sind, die Nachricht der Heiligsprechung erhalten. Wir haben eine Vielzahl an Mitteilungen und Reaktionen aus den Niederlanden, USA, Großbritannien, Indien, Mexiko, Brasilien, Kenia und Nigeria bekommen. Manche haben Gottesdienste gefeiert, manche haben sich einfach nur getroffen und getanzt“, berichtet Schwester Gonzalo Vakasseril, die Generaloberin der Dernbacher Schwestern.

 

Katharina Kasper wird die erste Heilige des Bistums Limburg sein. „Als das Bistum Limburg 1827 gegründet wurde, war Katharina Kasper sieben Jahre alt. Ihr ganzes weiteres Leben hat sie hier verbracht. Mit guter Unterstützung durch den großen Bischof Dr. Peter Josef Blum, der ein waches und kritisches Auge für Berufungen hatte und deren Wachstum förderte, hat Katharina hier in unserem Bistum ihre Gründung vollzogen. Mit Stolz sprechen wir ja heue von den Dernbacher Schwestern und wissen, dieser Ort liegt nur wenige Kilometer von Limburg entfernt“, sagt Bätzing. Für ihn ist Katharina Kasper ein leuchtendes Vorbild des selbstlosen Kircheseins und eine wichtige Fürsprecherin bei Gott.

 

Berufung führte Katharina zu den Menschen

Der Bischof kann sich noch gut an die Seligsprechung der Ordensgründerin im April 1978 erinnern. Es füge sich gut, dass Katharina zusammen mit Paul Papst Paul VI. heiliggesprochen werde. Er war es nämlich, der Katharina seliggesprochen habe. „Ich war gerade 17 Jahre alt. Als junger Mann aus dem Westerwald, der den Entschluss gefasst hatte, nach dem Abitur ins Priesterseminar zu gehen, hat mich dieses damals noch außergewöhnliche Ereignis sehr beeindruckt. Ich habe mich sehr für alles interessiert, was mit der Seligsprechung zusammenhing“, erinnert sich Bischof Georg. Heiligkeit wachse nebenan. Dies sei für ihn faszinierend gewesen. Sonst seien die Heiligen oft weit weg gewesen. Katharina sei eine Frau aus der Heimatregion des Bischofs, die im Dienst an den Kranken und für die gute Ausbildung von Frauen und Mädchen zur Heiligen herangereift sei.

 

Der Weg zur Heiligsprechung

Mit der Heiligsprechung Katharinas wird ein mehrjähriges Heiligsprechungsverfahren erfolgreich beendet. Bischof em. Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst stellte im Februar 2012 im Vatikan den Antrag auf Eröffnung des Heiligsprechungsverfahrens. Der Apostolische Stuhl hat diesem Antrag zugestimmt. Nach der Anerkennung eines Heilungswunders auf Ebene der Diözese Indore/Indien, sichtete und prüfte die römische Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse dieses Wunder. Papst Franziskus erkannte das Wunder am 6. März 2018 offiziell an.

 

Die Westerwälder Heimat

Die Heilige wurde am 26.05.1928 in Dernbach im Westerwald geboren. Sie wuchs dort in der damaligen und auch heutigen Pfarrei St. Bonifatius, Wirges, zu dem der Ort Dernbach gehörte, auf.

 

Mich erfüllt es mit großer Freude und Dankbarkeit, eine neue Heilige aus meinem Heimatort Wirges im Westerwald und auch meiner Taufkirche nun in der Gemeinschaft der Kirche verehren zu dürfen.

Bei der Seligsprechung Katharina Kaspers am 16. April 1978 durch Papst Paul VI. waren viele Christen des Bistums, die Dernbacher Schwestern, Priester und Ordensleute und auch wir damalige Theologiestudenten dabei. Mit Ergriffenheit und Freude denke ich an diesen Tag und an den Papstgottesdienst im Petersdom zurück, bei dem die Theologiestudenten und auch ich ministrieren durften.

Werner Meuer, Pfarrer

Leben und Werk

Katharina Kasper wurde am 26. Mai 1820 als Tochter eines Kleinbauern in Dernbach im Westerwald geboren. Sie gründete um 1845 mit weiteren Frauen einen Verein, der sich der häuslichen Pflege von Kranken und Alten sowie der Kinderbetreuung widmete. Am 15. August 1851 entstand aus diesem Verein die Kongregation der Armen Dienstmägde Jesu Christi. Im Jahr 1870 wurde die Gemeinschaft vom Vatikan anerkannt. Katharina Kasper starb am 2. Februar 1898. Damals zählte der Orden bereits 1.725 Schwestern in 193 Niederlassungen. Heute zählt die Kongregation weltweit 560 Schwestern in 87 Niederlassungen. Katharina Kasper wurde im Jahr 1978 von Papst Paul VI. seliggesprochen.